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Pleistozän

Pleistozän

Das Pleistozän (früher auch Diluvium genannt, manchmal auch Eiszeitalter) ist die erdgeschichtliche Epoche von vor etwa 1,8 Millionen Jahren bis etwa 11.500 Jahre vor der Gegenwart. Es ist die vorletzte Epoche des Erdzeitalters des Känozoikums (Erdneuzeit). Geprägt ist es vor allem durch die Eiszeit. Abgelöst wird es am Ende der letzten Kaltzeit, der Würm-Kaltzeit (Alpenraum) bzw. Weichsel-Kaltzeit (Norddeutschland), vom Holozän, der Epoche, in der wir heute leben. Siehe auch: Geologische Zeitskala Kategorie:Erdzeitalter ja:更新世 ko:플라이스토세

Erdzeitalter

Erdzeitalter, Ären (Singular: Ära) oder Zeitalter sind in der Geologie die Untereinheiten der Äonen, also Zeitabschnitte von vielen Jahrmillionen. Jede Ära unterteilt man stratigraphisch weiter in Systeme (Alter bzw. Perioden und Epochen). Das Phanerozoikum Die etwa 4,55 Jahrmilliarden seit der Entstehung der Erde wären aus astronomisch-geologischer Sicht in vier Äonen zu unterteilen. Weil jedoch der Kreislauf der Gesteine bzw. die Plattentektonik typische Zyklen von 200 Millionen Jahren hat, lassen sich sehr frühe Zustände der Erde nur in ganz wenigen Regionen untersuchen. Daher kann praktisch nur das letzte Äon, das Phanerozoikum, dessen ältestes Zeitalter, das Paläozoikum, vor 542 Jahrmillionen mit dem Kambrium beginnt, Gegenstand detaillierter Analysen sein. Die Zeit davor (ab der Erstarrung der Erdkruste) fasste man früher einfach unter dem Begriff »Präkambrium« zusammen, obwohl sie sechs bis acht mal so lang ist wie die nachfolgende Zeit. Heute wird diese Zeitspanne (aufgrund der Befunde auf sehr alten Kratonen) in drei Äonen unterteilt. Das jüngste dieser Äonen ist das Proterozoikum, das mit der Ära des Neoproterozoikums endet. Die letzte Periode dieses Zeitalters vor dem Kambrium wurde im Mai 2004 nach Fossilfunden aus der Ediacara-Fauna in Australien Ediacarium genannt. Das »jüngste« Äon, das Phanerozoikum, besteht aus drei Ären (Zeitaltern) und reicht bis in die Gegenwart:
- Ära Känozoikum (Erdneuzeitalter, Paläogen und Neogen)
- Ära Mesozoikum (Erdmittelalter, Trias bis Kreide)
- Ära Paläozoikum (Erdaltertum, Kambrium bis Perm) Eine detaillierte Einteilung der Erdzeitalter siehe unter: Geologische Zeitskala Eine kommentierte Tabelle der Erdzeitalter siehe unter: Geologische Zeitskala (Tabelle) Eine Einteilung der geologischen Zeitalter auf dem Mond siehe unter: Lunare Zeitskala.

Literatur


- Andreas Braun: Das Karbon: Nicht nur Steinkohle. Biologie in unserer Zeit 32(5), S. 286–293 (2002). (ISSN 0045-205X)
- Wighart von Koenigswald: Das Quartär: Klima und Tierwelt im Eiszeitalter Mitteleuropas. Biologie in unserer Zeit 34(3), S. 151–158 (2004). (ISSN 0045-205X)
- Ernst Probst: Deutschland in der Urzeit. C. Bertelsmann, München 1986.
- Ernst Probst: Rekorde der Urzeit. C. Bertelsmann, München 1992.

Weblinks


- [http://www.stratigraphy.org International Commission on Stratigraphy]
- [http://www.erdgeschichte.de.vu Perioden der Erdgeschichte] ! ja:紀元

Känozoikum

Das Känozoikum (griech. καινος "neu", ζωον "Tierwelt") ist das Erdzeitalter, das auf das Mesozoikum (Erdmittelalter) folgt. Ein veralteter Name ist Neozoikum (Erdneuzeit). Das Känozoikum begann vor etwa 65,5 Millionen Jahren und geht bis zum heutigen Tag. Das Känozoikum wurde früher eingeteilt in die Periode des Tertiärs mit Paläozän, Eozän, Oligozän, Miozän und Pliozän und in die Periode des Quartärs mit Pleistozän und Holozän. Heute spricht man von den Perioden des Paläogen (mit Paläozän, Eozän und Oligozän) und des Neogen (mit Miozän, Pliozän, Pleistozän und Holozän). Die Gebirge, welche in dieser Epoche entstanden, sind alpidisch.

Siehe auch


- Gebirgsbildung
- Erdzeitalter
- Geologische Zeitskala Kategorie:Erdzeitalter ja:新生代 ko:신생대

Würmeiszeit

Die Würm-Eiszeit, auch Würm-Kaltzeit oder Würm-Glazial, ist die bisher jüngste der im Alpenraum aufgetretenen großräumigen Vergletscherungen, die über die Alpen selbst hinausgingen. Das zeitliche Pendant der Vergletscherungen Nord- und Mitteleuropas wird dort als Weichsel-Eiszeit bezeichnet. Die Würm-Eiszeit, benannt nach dem Flüsschen Würm, kann auf den Zeitraum von etwa 115.000 bis 10.000 Jahre vor heute datiert werden, wobei die Angaben differieren, je nachdem, wie die langen Übergangsphasen zwischen Glazialen und Interglazialen (Warmzeiten) der einen oder der anderen Periode zugeordnet werden. Während des Pleistozäns traten wiederholt Gletscher aus den Alpen auf das nördliche Molassevorland aus und hinterließen dort Moränen und Schmelzwasserablagerungen von bis zu mehreren hundert Metern Mächtigkeit. Dabei kann eine zeitliche Staffelung in das Donau-, Günz-, Mindel-, Riß- und das Würm-Glazial unterschieden werden. In der Riß-Eiszeit (vgl. dazu Saale-Eiszeit) vollzog sich der weiteste Eisvorstoß in das Alpenvorland. Die jüngste Vorlandvereisung, die Würm-Kaltzeit, wies zwar keine so weitgehende und geschlossene Front der Vergletscherung auf; dafür sind die von ihr angelegten Moränen und Schotterflächen aber am besten erhalten. Ihre Endmoränenzüge ragen als Einzelloben weit ins Vorland hinein. Innerhalb der Würm-Eiszeit können verschiedene Vorstöße und Rückzüge der Gletscher dokumentiert werden. Dies führte zu einer staffelartigen Anordnung der einzelnen Endmoränenwälle und –kuppen. In den Tallagen sammelten sich Schotter zu Niederterrassen, in die die heutigen Flüsse nur wenig einschnitten. Der westlichste würmzeitliche Gletscher war der Rhone-Gletscher. Eine seiner Gletscherzungen bildete die heutigen Seen Bieler See und Neuenburger See in der Schweiz. Der aus dem alpinen Rheintal herausragende Rhein-Gletscher erreichte bei seinem äußersten Vorstoß Schaffhausen. In seinem fluvioglazial erodierten Zungenbecken liegt der heutige Bodensee, der deswegen als würmglazial bezeichnet werden kann. Weiter östlich folgten kleinere Loben des Iller- und Lech-Gletschers. Dessen Niederterrassenschotter weisen eine große Ausdehnung bis an die Donau auf. Es schloss sich ostwärts der Ammer-, Würm- und Isar-Gletscher an, in dessen Zungenbecken sich heute Ammersee und Starnberger See befinden. Die von Süd nach Nord um 300 Meter abfallende und entsprechend an Mächtigkeit verlierende Niederterrasse der Münchener Schotterfläche ist Würm-Gletschern zuzuordnen. In ihrem Nordteil kam es peri- und postglazial durch Grundwasseraustritte zu großen Quellmoorbildungen wie dem Dachauer Moos und dem Erdinger Moos. Östlich an weit nach Norden ragende Moränenausläufer des Inn-Gletschers schließen sich kleinere des Chiemsee-Gletschers an. Um Rosenheim bildete sich im Spätglazial ein großer Eisstausee, das Rosenheimer Becken mit über 150 Meter mächtigen Sedimenten. Auch der heutige Chiemsee stellt einen im Südteil aufgefüllten Schmelzwasser-Restsee dar. Der östlichste der großen würmzeitlichen Gletscher, die bis ins Vorland ragten, war der Salzach-Gletscher mit mehreren Endmoränenstaffeln. Weiter östlich gelegene Gletscher haben das Vorland nicht erreicht, sondern sich auf die Alpen beschränkt. Zur Chronologie (Stratigrafie) vergleiche den „Schwester-Artikel“ Weichsel-Eiszeit! Siehe auch:
- Eiszeit
- Elster-Eiszeit (um 350.000 bis 250.000 Jahre vor heute)
- Saale-Eiszeit (um 230.000 bis 130.000 Jahre vor heute)
- Glaziale Serie
- Glaziologie
- Globales Förderband (als vermutete Ursache für die Vereisung vor ca. 13.000 Jahren.)

Literatur


- Walter, R. (1992): Geologie von Mitteleuropa. – Schweizerbartsche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. ISBN 3-510-65149-9 Kategorie:Glaziologie Kategorie:Historische Geologie

Holozän

Das Holozän ist jüngste Epoche der Erdgeschichte. Es begann vor etwa 11.500 Jahren mit dem Rückgang des Eises und folgte dem Pleistozän. Früher wurde beide Epochen zusammenfassend als Quartär bezeichnet, während man sie heute als jüngste Epochen des Neogens einordnet. In der englischen Terminologie wird es gelegentlich schlicht als Present (dt. "Gegenwart") bezeichnet. Das Holozän wird in der Paläoklimatologie als Neo-Warmzeit oder auch Flandrische Warmzeit bezeichnet. Es entspricht dem OIS 1. Die Bezeichnung des Holozäns als eigene geologische Epoche wird derzeit von der Internationalen Kommission für Stratigrafie diskutiert, da es sich im Vergleich zu anderen Epochen um einen sehr kurzen Zeitabschnitt handelt, der nur die letzte einer ganzen Reihe von Warmzeiten (Interglaziale) während des gegenwärtigen Eiszeitalters darstellt.

Überblick

Nachdem die Weichsel-Eiszeit etwa 16000 v. Chr. ihren Tiefpunkt durchschritten hatte, begann eine phasenweise Wiedererwärmung des Erdklimas. Im Vergleich zu früheren Warmzeiten (→ Eem-Warmzeit) dauerte dieser Übergang allerdings ungewöhnlich lang, und nach der Allerödzeit, in der die Temperatur schon fast ihr Warmzeitniveau erreicht hatte, fiel sie von 10700 bis 9500 v. Chr. noch einmal in einen Kaltzustand zurück; in der sogenannten Jüngeren Tundrenzeit. Auf die Tundrenzeit folgte das Präboreal und damit der erste Abschnitt des Holozäns. Mit der Erwärmung einher ging ein Abschmelzen der Eismassen. Nachdem bereits zu Beginn des Holozäns das Inlandeis im norddeutsch-polnischen Tiefland und der südlichen Ostsee verschwunden war, teilte sich um 6800 v. Chr. das Eis in Skandanavien, bis es am Ende des Altholozäns um 6000 v. Chr. schließlich ganz verschwand. Die von dieser Last befreite Erdkruste begann sich seit etwa 7700 v. Chr. bis heute um etwa 300 m zu heben. Noch heute hebt sich das Land um bis zu 1 cm pro Jahr. Das von den abtauenden Gletschern freigesetzte Wasser sammelte sich zum Teil in verschiedenen Senken und ließ so zahlreiche große Seen entstehen, wie den Ladogasee und das Kaspische Meer; auch Ostsee (Ancylussee) und Schwarzes Meer waren zunächst Eisstauseen. Ein anderer Teil des Wassers floß in die Ozeane und ließ so den Meeresspiegel um über 120 m (im Vergleich zur Eiszeit) ansteigen. Damit ging zum einen eine Überflutung weiter Küstenräume einher, die sich phasenhaft vollzog und letztlich die heutigen Küstenlinien ausbildete (Flandrische Transgression, Dünkirchener Transgression). Zum anderen wurden einige Eisstauseen vom Meereswasser überspült und so selbst zu Nebenmeeren, so etwa die Hudson Bay (zwischen 6000 und 5500 v. Chr.). Um 5000 v. Chr. (womöglich auch früher) wurden die Dänischen und Britischen Inseln vom europäischen Festland getrennt; ein Vorgang, der durch eine lange Serie von verherenden Sturmfluten von statten ging und in dessen Folge auch die Ostsee zu einem Nebenmeer des Atlantiks wurde. Die Überflutung des Schwarzen Meeres um 5600 v. Chr. lief ähnlich dramatisch ab und führte womöglich zur Entstehung der Sintflut-Legenden bei den vorderasiatischen Völkern (Utnapischtim, Noah, Deukalion). Durch das wärmer werdende Klima wich in Mitteleuropa (aber auch in Nordamerika) die Tundrenvegetation der Eiszeit zunehmend einer Bewaldung, zunächst durch Birken und Kiefern, später auch Eichen, Buchen, Erlen und anderen. Die Tundra breitete sich dementsprechend nach Norden in bis dahin unwirtliche Gebiete von polarer Kältewüste aus. Die Zeit vom 6. bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. stellt das Optimum des Holozäns da und wird daher als Altithermum bezeichnet. Unterbrochen wird dieses Hauptoptimum allerdings durch eine gut anderthalb Jahrtausende andauernde Kälteperiode (4100 bis 2500 v. Chr.), weshalb gelegentlich in Hauptoptimum 1 (5500 bis 4100 v. Chr.) und Hauptoptimum 2 (2500 bis 1800 v. Chr.) geteilt wird. Während des Optimums lag die Jahresdurchschnittstemperatur etwa um 2 bis 3 °C höher als heute, dementsprechend war bspw. auch die Baumgrenze in den Alpen um 200 bis 300 m höher. In Sibirien und Nordamerika lag die Baumgrenze bis zu 300 km weiter nördlich als heute. Der bemerkenswerteste Unterschied des Altithermums im Vergleich zu heute war ein deutlich feuchteres Klima in den Wüstengebieten. Es gibt Anzeichen für ganzjährliche Flüsse in der Sahara und anderen heutigen Wüsten. Der Tschadsee hatte zu dieser Zeit etwa die Ausdehnung des Kaspischen Meeres. Wie etliche Felszeichnungen aus der Sahara berichten gab es zahlreiche Großtierarten wie Giraffen, Elefanten, Nashörner und sogar Flusspferde. Siedlung und Viehhaltung war den Menschen damals in diesen Gebieten möglich. Gleiches wurde in der Thar (Pakistan) ermöglicht, wo der Indische Sommermonsun deutlich stärker ausgeprägt war als heute. Während des Klimapessimums von 4100 bis 2500 v. Chr., das deutlich niedriger Temperaturen als das Hauptoptimum 1 aufwies, kam es zu einem abrupten Rückzug der Savannenvegetation. 3200 bis 3000 v. Chr. wurde das Klima in den Wüstengebieten deutlich trockener, es begann die Desertifikation der Sahara. Die Bewohner der Sahara und anderer werdender Wüstengebiete mussten ihre Lebensräume verlassen und sammelten sich in den Flusstälern des Nil, Niger, Huang-Ho und Indus sowie in Mesopotamien am Euphrat und Tigris. Wird fortgesetzt.

Untergliederung

Tigris Die Angabe der Jahreszahlen gilt in erster Linie für Mitteleuropa.
- Altholozän (10. Jahrtausend v. Chr.6. Jahrtausend v. Chr.)
  - Präboreal (Vorwärmezeit), Ostsee wird marin (Yoldia-Meer), Beginn des Mesolithikums
  - Boreal (Frühe Wärmezeit),
- Mittelholozän (6. Jahrtausend v. Chr.3. Jahrtausend v. Chr.)
  - Atlantikum (Mittlere Wärmezeit - Hauptoptimum - Altithermum), Flandrische Transgression, Entstehung des Neolithikums
- Jungholozän (3. Jahrtausend v. Chr.heute)
  - Subboreal (Späte Wärmezeit), Aussüßung der Ostsee (Lymnea-Meer), Beginn der Bronzezeit
  - Subatlantikum (Nachwärmezeit), Beginn der Eisenzeit
    - Optimum der Römerzeit
    - Pessimum der Völkerwanderungszeit
    - Mittelalterliches Optimum, Ostsee wird brackig (Mya-Meer)
    - "Kleine Eiszeit"
    - Modernes Optimum

Rezeption

Die Bezeichnung Holozän stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß "das völlig Neue" (griech. holos "völlig" und kainós "neu"). Der Begriff wurde um 1867 durch den französischen Zoologen Paul Gervais geprägt. Eine weitere, aber veraltete Bezeichnung lautet Alluvium, was soviel wie "das Angeschwemmte" bedeutet. Diese Bezeichnung geht auf den britischen Geologen William Buckland zurück, der 1823 in (vor-)sintflutliches (DiluviumPleistozän) und nachsintflutliches Zeitalter teilte.

Literatur


- Alain-Yves Huc: Paleogeography, paleoclimate, and source rocks, Tulsa (OK) 1995. ISBN 0-89181-048-X
- Hubert H. Lamb: The Course of Postglacial Climate, in: Anthony F. Harding (Hg.), Climate Change in the Later Prehistory, Edinburgh 1982, 11-33. ISBN 0-85224-425-8
- Anson Mackay [Hrsg.]: Global change in the holocene, London 2005. ISBN 0-340-81214-1
- Neil Roberts: The Holocene. An environmental history, Oxford 21998. ISBN 0-631-18638-7
- Thomas Terberger: Hunters in a changing world, Rahden (Westf.) 2004. ISBN 3-89646-435-3
- Lonnie G. Thompson: Kilimanjaro Ice Core Records. Evidence of Holocene Climate Change in Tropical Africa, in: Science 298 (2002), 589-593.

Siehe auch


- Geologische Zeitskala, Klimageschichte, Vorgeschichte

Weblinks


- http://www.maasberg-therme.de/Erdzeitalter.html (geologische Zeittafel)
- http://www.tu-berlin.de/~kehl/project/lv-twk/02-intro-1-twk.htm Kategorie:Erdzeitalter ja:完新世 ko:홀로세

Geologische Zeitskala

Die geologische Zeitskala ist eine stratigraphische Tabelle, mit der die Erdgeschichte hierarchisch gegliedert und zeitlich eingeteilt wird. Im jüngsten Äon der Erdgeschichte, dem Phanerozoikum (etwa 542 Millionen Jahre lang), beruht diese Einteilung auf der Evolution, der Entwicklung der Lebewesen. Die international verbindliche Einteilung der geologischen Zeitskala wird durch die "International Commission on Stratigraphy" (ICS) vorgenommen, s. Weblink unten. Die Tabelle rechts zeigt die Erdzeitalter nach ICS-Standard in kompakter Übersicht. Sie ist nicht vollständig und nicht auskommentiert. Die vollständige Version siehe auch Geologische Zeitskala (Tabelle). In geologischen Tabellen befinden sich die älteren Zeitabschnitte unten, die jüngeren oben, so wie die Sedimente innerhalb eines idealisierten, ungestörten Schichtverbandes anzutreffen wären. Die Tabellen werden also von unten nach oben gelesen. Umgekehrte Darstellungen, die vereinzelt zu finden sind, entsprechen nicht dem internationalen Standard.

Internationale Tabellen-Standards

Historie der geologischen Skalen

Bereits Charles Darwin war bekannt, dass verschiedene Gesteinsschichten verschiedene Zeiträume der Erdgeschichte repräsentieren, doch es gab keine Methode, sie zu klassifizieren oder zu ordnen. Fossilienfunde von Meeresbewohnern im Hochgebirge ließen auch frühzeitig den Schluss zu, dass die Erde nicht konstant ist, sondern tiefgreifenden Veränderungen unterzogen war. Diese Erkenntnis wurde durch den Kreationismus mindestens erheblich behindert. Es gab aber auch keine Möglichkeit, das Alter von Gesteinen absolut zu bestimmen. Allgemein wurde deshalb angenommen, dass Fundstücke einer Gesteinsart jeweils gemeinsam zu einem Zeitpunkt entstanden sein müssen. In der Folgezeit wurde das Problem von zahlreichen Wissenschaftlern immer wieder aufgeworfen, darunter die britischen Geologen William Smith und Charles Lyell. Die in Wikipedia zugrundegelegte Geologische Zeitskala geht auf die Geologic Time Scale 2004 (GTS 2004) der International Commission on Stratigraphy (gegr. 1977) zurück. Die Klassifikationen in Europa sind jedoch älter. Derzeit werden weltweit jedoch einige leicht unterschiedliche Tabellen der Geologische Zeitskala verwendet:
- die Tabelle der International Commission on Stratigraphy (ICS)
- die internationale Richtskala der Geological Society of America
- die Tabelle der Commision de la Carte Geologique de Monde, Paris In der englischen und der deutschen Wikipedia wird die Tabelle der ICS einheitlich benutzt, in der deutschen Version aber mit den Begriffen der anderen Versionen auskommentiert. (siehe auch die auskommentierte Tabelle der Geologischen Zeitskala)

Äon, Ära und Periode

Die Erdgeschichte beansprucht etwa ein Fünftel jener Zeit, in der sich das Universum entwickelte und überspannt, an menschlichen Vorstellungen gemessen, einen gigantischen Zeitraum. Dieser wird deshalb hierarchisch unterteilt. Die Bezeichnungen der Einheiten (Gliederungsebenen) ist in allen geologischen Tabellen gleich:
- Äon (Eon) (griech.: eine Ewigkeit)
  - Ära (Era) (griech.:ein Zeitraum)
    - Periode (Period) (griech.: ein sich wiederholender Abschnitt)
      - Epoche (Epoch)(griech.: epoch, epoché = Haltepunkt)
      -
- Alter (Age) Daneben gibt es von bestimmten Termini noch Sub-Kategorien. So ist beispielsweise die Periode Karbon in die Sub-Perioden Pennsylvanium (Oberes Karbon) und Mississippium (Unteres Karbon) unterteilt.

In unterschiedlichen Tabellen ist verschieden


- die Zuordnung der Namen, die oftmals nach lokal vorkommenden Gesteinen oder Fossilien gewählt werden. Hieraus resultieren Konflikte in der Benennung, die für Verwirrung sorgen z.B. auch die unterschiedliche Benennung der Kaltzeiten im Alpenraum (Günz-Kaltzeit,...) und in Norddeutschland (Elbe-Kaltzeit,...).
- die Zuordnung der Namen zu den absoluten Zeitpunkten in mya. So beginnt das Kambrium beispielsweise in unterschiedlichen Tabellen zu unterschiedlichen Zeitpunkten, bsw. 540 mya, 542 mya oder 570 mya. Modernen Tabellen liegen verbesserte Methoden der Altersbestimmung zu Grunde.

In unterschiedlichen Tabellen ist gemeinsam


- die absoluten Zeitangaben in mya in Bezug auf ein Fossil, da sich sein Alter am Gestein bestimmen lässt. Es ist deshalb möglich, jede Tabelle gleichwertig zu verwenden, solange man die Altersangaben benutzt. (siehe auch Altersbestimmung (Archäologie)).

Vergleich der unterschiedlichen geologischen Skalen

Hier finden Sie bald einen Vergleich der international gebräuchlichen stratigraphischen Tabellen. Was ist mit Quartär und Tertiär passiert?

Stratigraphische Klassen allgemein

Altersbestimmung

Die Zeitalter und Perioden des Phanerozoikums werden heute vor allem anhand von Fossilien klassifiziert, wobei das Alter der Gesteine mit radiochemischen Methoden bestimmt wird und somit auch das Alter der Fossilien fest steht. (siehe auch Altersbestimmung) Gesteine älterer Perioden lassen sich nur noch mit geophysikalischen Methoden zuordnen, die zunehmend auch die Entwicklung im Proterozoikum und Archaikum erhellen können. Weitgegend unbekannt sind die Geschehnisse im Hadaikum, vor allem, weil kaum noch Gesteine aus dieser Zeit vorhanden sind. Die seither ablaufenden exogenen und endogenen geologischen Umwälzungen der Erdkruste haben einen Großteil der damals entstandenen Formationen abgetragen oder in große Tiefe hinab gedrückt.

Rolle der Atmosphäre

Zunehmend erkennt man, dass die Atmosphäre einen wichtigen Faktor in der Erdgeschichte darstellt. Sie war zu unterschiedlichen Epochen unterschiedlich zusammengesetzt, was wechselseitig mit der Entwicklung der Lebewelt einherging. Vor allem ihre Zusammensetzung in alten erdgeschichtlichen Zeiträumen ist heute noch nicht geklärt. Als sicher gilt, dass atmosphärischer Sauerstoff eine direkte Folge der Lebensentwicklung ist und ohne Lebewesen nicht vorhanden wäre. Verschiedene Sedimentgesteine, die heute in großer Menge vorkommen, konnten überhaupt nur deshalb entstehen. (z.B. Kalkgesteine)

Das Bild unserer Erde

Die belebte Natur hat das geologische Gesicht der Erde stets stark beeinflusst. Das Leben hat sich verhältnismäßig rasch nach der Entstehung der Erde entwickelt und während seiner Entfaltung alle sich ihm bietenden Lebensräume eingenommen. Spätestens seit es im Paläozoikum im Zuge der so genannten "Kambrische Explosion" zu einer sprunghaften Zunahme von Lebewesen im Fossilbericht kam, ist nahezu jeder Winkel der Erdoberfläche als von Organismen besiedelt erkennbar, Ausnahmen waren stets nur von begrenzter örtlicher oder zeitlicher Bedeutung. Aus diesem Grunde spricht man auch davon, dass die Biomasse eine Oberflächeneigenschaft unseres Planeten ist. Eine detaillierte und kommentierte stratigrafische Tabelle findet sich unter: Geologische Zeitskala (Tabelle).

Bemerkungen zur Paläobotanik

In der Paläobotanik werden an Stelle der Endsilbe -zoikum die endsilbe -phytikum verwendet. Das Paläozoikum wird in der Botanik unterteilt in Paläophytikum (Silur bis Perm) und Eophytikum (Kambrium und Ordovizium). Da das Neophytikum (= Känophytikum) 95 Millionen Jahre dauerte und das Neozoikum (= Känozoikum) 65 Millionen Jahre, sind die Grenzen gegeneinander verschoben.

Veranschaulichung der Erdzeitalter

Die Erdzeitalter bilden zusammen eine enorme Zeitspanne, welche mit Maßstäben aus dem menschlichen Alltag nur schwer zu ermessen ist. Da hieraus oftmals Missverständnisse resultieren, wie etwa eine zu "kurze verfügbare Zeit" für die Evolution, sind folgende Vergleiche deshalb als Hilfsmittel gebräuchlich, sich diese enormen Zeiträume doch vorstellen zu können.

Vergleich Erdzeitalter - Ein Tag

Wäre die Erde einen Tag alt, so gäbe es den Menschen erst seit wenigen Sekunden.

Vergleich mit dem UNO-Gebäude in New York

Evolution. Links das Sekretariatsgebäude, rechts im Hintergrund das UNO Plaza]] Es ist 40 Stockwerke hoch. Jedes Stockwerk entspreche dabei 100 Mill. Jahren. (
- ) Auf dem Dach des Gebäudes liegt ein Buch mit 500 Seiten, das dem Alter der Menschheit entspricht, die letzte Seite entspricht der Zeit seit Christi Geburt.

Veraltete stratinomische Bezeichnungen

Tertiär

Das Zeitalter des Känozoikums wurde früher in Tertiär und Quartär eingeteilt. Mittlerweile ist diese Einteilung überholt und wurde im Jahre 2004 von der Internationalen Kommission für Stratigraphie in der Geologischen Zeitskala (Geologic Time Scale 2004) nicht mehr verwendet. Heute gelten die Begriffe Paläogen und Neogen als Unterteilung des Känozoikums. Dabei ist das Paläogen zeitlich identisch mit der früher als Unterteilung des Tertiärs verwendeten Kategorie Paläogen, das Neogen wurde jedoch über das Pliozän hinaus verlängert und umfasst jetzt auch das Pleistozän und das Holozän, die beiden Epochen des früheren Quartärs, reicht also bis in die geologische Gegenwart. Die Bezeichnung "Tertiär" (65,5 - 1,8 Ma) rührt daher, dass Europas frühere Geologen (vor etwa 200 Jahren) diesen Zeitabschnitt wegen der sehr mächtigen Sedimente stark überschätzten. So wurde er als Dritte Epoche der Erdgeschichte dem Meso- und Paläozoikum zur Seite gestellt. Wegen der in den stark besiedelten Beckenlagen festgestellten dicken Sedimentschichten und wegen der alpidischen Gebirgsbildung unterteilte man das Tertiär sehr vielfältig:
- Paläogen mit Paläozän, Eozän und Oligozän (und jeweils weitere Unterteilungen nach regional-stratigraphischen Aspekten)
  - hier ist die Grenze in der neuen Unterteilung des Känozoikums
- Neogen ("neu entstanden") mit dem Miozän (vor allem Baden, Sarmat, Pannon) und dem Pliozän. Hier kommen nach der Einteilung von 2004 noch das Pleistozän und das Holozän aus dem Quartär hinzu (alle Zeitstufen weiter unterteilt).

Quartär

Der Name Quartär (1,8 Ma bis heute) bedeutet "Vierte Erdepoche" - Begründung wie oben.
- Pleistozän (4 große Kaltzeiten und 3 Warmzeiten)
- Holozän (geologische Gegenwart)

Weblinks


- http://www.stratigraphy.org/ - The International Commission on Stratigraphy (ICS)
- http://www.geosociety.org/science/timescale/timescl.pdf - die internationale Richtskala der Geological Society of America
- http://www.stratigraphy.org/cheu.pdf - die internationale Richtskala der Commision de la Carte Geologique de Monde (Paris)
- http://www.geoinventio.de ausgezeichneter Überblick mit prüfungsrelevantem Stoff
- http://www.scotese.com - Erdkarten aller Erdzeitalter seit dem späten Präkambrium
- http://www.gd.nrw.de/w_ges.htm - Illustrierte Übersichtstabelle über die Erdgeschichte (vom Geologischen Dienst NRW)
- [http://www.urweltmuseum.de/museum/geologie/Uhr/uhrstart.htm http://www.urweltmuseum.de] Animierte geologische Uhr
- http://www.ucmp.berkeley.edu/help/timeform.html - Geologische Zeittabelle Kategorie:Erde Kategorie:Historische Geologie ! Kategorie:Paläontologie Kategorie:Zeitalter ja:地質時代

Mary Rodgers

Mary Rodgers, compositora i escriptora de llibres infantils i juvenils nord-americana, va néixer l’11 de gener de l’any 1939 a la ciutat de Nova York. Filla gran del compositor nord-americà Richard Rodgers (1902-1979). La seva germana es diu Linda. Va rebre la seva formació al Wellesley College i a l’escola de música David Mannes College. A l’inici de la seva carrera musical va treballar escrivint partitures per a clubs nocturns, espectacles de varietats, música per a teatre com el show de marionetes Davy Jones’ Locker, i per a la TV col·laborant en el programa Mary Martin Special, ambdós l’any 1959. Es va fer famosa quan va escriure la música pel seu primer musical complet Once Upon a Mattress amb lletra de Marshall Barer. El show es va estrenar fora de Broadway, on es representen els musicals i les obres més importants a Nova York, però finalment va arribar a Broadway on va estar en cartellera durant un any.
L’actriu Carol Burnett va actuar en aquest espectacle.
Les cançons d’aquest musical que es van fer més populars van ser: Song of Love i Very Soft Shoe. El seu segon musical complet es va titular Hot Spot, que no va tenir tant d’èxit. Va ser la supervisora i assistent de producció dels concerts per a joves (Young Peoples Concerts) dirigits pel prestigiós director i compositor Leonard Bernstein entre 1957 i 1963. L’any 1963 va composar la música per a un programa de TV anomenat Feathertop. L’any 1966 va escriure The Mad Show, una sàtira de la Mad Magazine amb lletra de Marshal Barer, Larry Siegel i Steven Vinaver. Ha estat també popular, com a autora de novel·les de ficció de literatura infantil i juvenil. El seu primer llibre Freaky Friday (editat en castellà amb el títol Un viernes embrujado), publicat l’any 1971 va rebre el premi The Christopher Award del Book World Spring Book Festival Awards. L’any 1977 els estudis Disney van adaptar al cinema la novel·la Freaky Friday amb guió de la mateixa Mary Rodgers, i interpretada per Barbara Harris i Jodie Foster. A més de la pel·lícula es va fer una adaptació per a la Televisió ABC l’any 1995 i una versió musical amb partitura de la pròpia Mary Rodgers amb col·laboració amb John Forster, que va ser representada per la companyia Theatreworks/USA. En català es poden trobar les traduccions dels seus llibres:
- Un estiu capgirat
- Quin dia tan bèstia Entre les seves activitats actuals cal destacar la seva tasca com a representant de la família Rodgers en la The Rodgers & Hammerstein Organization que juntament amb la família Hammerstein s’encarrega dels arxius dels originals del seu pare i el que va ser el seu col·laborador lletrista, en comèdies musicals, durant molts anys, Oscar Hammerstein. Rodgers, Mary Rodgers, Mary

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Le Pakistan à une superficie de 804 000 km² et possède des frontières communes avec l'Iran (900 km) au sud-ouest, l'Afghanistan (2400 km) à l'ouest et au nord, la République Populaire de Chine (520 km), au nord-est et l'Inde (
Giulio Andreotti
Giulio Andreotti, né le 14 janvier 1919, est un homme politique italien. Membre de la Démocratie chrétienne (DC), il a été élu député pour la première fois en 1942. Il a exercé les fonctions de
Réfutabilité

Description du concept

La réfutabilité est un concept important de l'épistémologie. Une affirmation est réfutable s'il est possible de consigner une observation, ou de mener une expérience qui démontre que l'affirmation est fausse.
- Par exemple, l'affirmation que « toutes les corneilles sont noires » pourrait être réfutée en observant une corneille blanche.
- Une proposition réfutable est donc répu
Palpatine
Palpatine (84 BBY - 11 ABY) est un personnage de l'univers de la Guerre des étoiles qui apparaît dans tous les épisodes sauf dans l'Episode IV. Successivement sénateur, chancelier suprême puis Empereur, il est en fait un Maître Sith appelé Dark Sidious (Darth Sidous en VO). Il est l'initiateur d'un vaste complot qui amènera la chute de la
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